Die Rolle des Beraters bei Unternehmenstransaktionen

Die Rolle des M&A-Beraters

Ein Unternehmen zu kaufen, ist in vielen Fällen ein effektiver Weg, um zu wachsen oder sich neue Märkte zu erschließen. Damit ein solcher Deal gelingt, muss er allerdings effektiv geplant und durchgeführt werden. Was hierbei wichtig und worauf zu achten ist, wissen Unternehmensberater. Im Beitrag beleuchten wir deren Rolle näher.

Laut dem „M&A Outlook 2025“ der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG rechnen 85 Prozent der befragten Unternehmen 2025 mit mehr Deals als im Vorjahr. Trotz volatilem Zinsumfeld, konjunkturellen Unsicherheiten und geopolitischen Spannungen wollen 76 Prozent mindestens eine Transaktion im laufenden Jahr vollziehen – vor allem zur langfristigen Sicherung des eigenen Wachstums. So sind M&A-Deals ein effektiver Weg, um etwa:

  • neue Märkte zu betreten,
  • Arbeitsplätze, Know-how, Standorte und Technologien hinzuzugewinnen,
  • Krisensituationen abzumildern oder zu überstehen,
  • Restrukturierungen durchzuführen oder
  • das Geschäft nach dem Ruhestand des Altinhabers weiterzuführen.

 

ABER: „Mal eben schnell“ so eine Transaktion abzuwickeln, ist kaum möglich. Sie will richtig geplant und durchgeführt sein, was viel Erfahrung und Fingerspitzengefühl erfordert. Genau an dieser Stelle kommen Berater ins Spiel.

Ein M&A-Deal braucht Erfahrung, Strategie und Objektivität

Damit ein Deal gelingt, müssen die unterschiedlichen Interessenlagen sowie Kaufpreisvorstellungen von Käufern und Verkäufern beachtet werden. Zudem sind rechtliche und steuerliche Stolpersteine zu vermeiden. Nicht zu vernachlässigen ist auch die professionelle Kommunikation des Prozesses nach innen und außen. Bei alledem hilft ein Unternehmensberater. Dieser neutrale Dritte bringt Fachwissen sowie Erfahrung mit und verfügt über umfangreiche Netzwerke und Beziehungen. Diese Faktoren können bei Unternehmenstransaktionen Ressourcen und Zeit sparen, Erfolgschancen erhöhen und Prozesse effizienter gestalten.

 

Aufgaben von Beratern:

  • Entwickeln von Transaktionsstrategien inkl. Vorgehensweisen und Zeitplänen
  • Durchführen umfassender Due-Diligence-Prüfungen zur Identifizierung und Bewertung finanzieller, rechtlicher und operationaler Risiken sowie Chancen
  • Ermitteln des Unternehmenswerts und Identifizieren möglicher Synergien
  • Recherchieren und Kontaktieren geeigneter Investoren oder Zielunternehmen
  • Erstellen von Datenräumen mit wichtigen Unterlagen für potenzielle Investoren
  • Begleiten der Betriebsbesichtigungen, Investorengespräche, Vertrags- und Kaufpreisverhandlungen
  • Unterstützen der Finanzierungsplanung und Kapitalbeschaffung
  • Entwickeln von Integrationsplänen
  • Hilfe bei der Pressearbeit und Kommunikation
  • Agieren als Interimsmanager bei Transaktionen im Rahmen einer Insolvenz

 

Berater ist nicht gleich Berater

Ob der M&A-Prozess letztlich erfolgreich ist, hängt sehr oft auch von der Wahl des Beraters ab. Hier sollte unter anderem überprüft werden:

  • Auf welche Branchen, Transaktionsanlässe und Firmengrößen das Beratungsunternehmen spezialisiert ist.
  • Ob der Berater über umfangreiche M&A-Erfahrung, nachweisbare Erfolge in der Branche und Kenntnisse in Finanzen, Steuern und Unternehmensbewertung verfügt.
  • Ob das Team groß genug ist, um die Transaktion erfolgreich abzuwickeln.
  • Ob die persönliche Chemie zwischen Berater und Unternehmen stimmt.

Sie haben Fragen zur Unternehmensberatung bei Transaktionen oder benötigen die Unterstützung in einem bestimmten M&A-Fall? Dann wenden Sie sich an unseren Experten Simon Leopold.