How to: Mitarbeiter während der Restrukturierung motivieren

In vielen Unternehmen sind Produkte, Strukturen oder sogar das gesamte Geschäftsmodell überholt – Restrukturierungen entsprechend unumgänglich. Doch solche Veränderungen kosten alle im Betrieb Zeit, Kraft und Nerven. Wie können Unternehmer sicherstellen, dass sich Mitarbeiter dadurch nicht überfordert fühlen und auf der Strecke bleiben?

Laut dem Frühjahresbarometer Restrukturierung und Transformation 2025 von Atreus ist der Transformationsdruck in Deutschland hoch. Viele Unternehmen müssen etwa ihre Kostenbasis optimieren oder sich technologisch weiterentwickeln – unter anderem in Richtung künstliche Intelligenz und Automatisierung –, um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben.

Was aus unternehmerischer Sicht unumgänglich ist, löst in der Belegschaft nicht selten Ängste und Unsicherheit aus. Viele sorgen sich bei Restrukturierungen um ihren Job, ihre künftige Rolle im Unternehmen oder sie befürchten einen Kontrollverlust. Wird das nicht ernst genommen, drohen Widerstand und innere Kündigungen, manchmal auch tatsächliche. Dabei sind gerade in Phasen der Veränderung engagierte Mitarbeiter gefragt. Schließlich sind sie es, die die Restrukturierungsmaßnahmen im Geschäftsalltag tragen müssen.

 

Fünf Tipps für nachhaltige Mitarbeitermotivation in der Restrukturierung

1. Klar und kontinuierlich kommunizieren

Nur wer die Hintergründe und Ziele einer Umstrukturierung versteht, kann auch Vertrauen in den Veränderungsprozess entwickeln. Unternehmer sollten daher:

  • erklären, warum die Restrukturierung notwendig ist und welchen Zweck sie erfüllt.
  • erläutern, welche Schritte geplant sind – und was bereits entschieden wurde.
  • auf Ängste eingehen und Raum für Fragen und Feedback bieten.
  • aufzeigen, welche individuellen Entwicklungschancen die Veränderungen bieten.

Regelmäßige Kommunikationsformate – ob Meetings, Update-Mails oder Einzelgespräche – sind dafür unerlässlich.

2. Mitarbeiter aktiv einbinden

Wird den Beschäftigten die Möglichkeit gegeben, ihre Ideen, Hinweise oder Bedenken einzubringen, stärkt das das Gefühl von Mitgestaltung. Beteiligung fördert wiederum die Akzeptanz der Maßnahmen und erhöht das Engagement. Feedbackrunden, Workshops oder andere Beteiligungsformate können diesen Dialog untermauern.

3. Wertschätzende Arbeitskultur fördern

Die Anerkennung von Leistung und Anpassungsbereitschaft, sei es durch Lob, Auszeichnungen, finanzielle Anreize oder persönliche Gesten, stärkt die Moral und motiviert zur aktiven Mitgestaltung des Wandels. Trotz Veränderung sollte eine Arbeitsumgebung aufrechterhalten werden, in der sich die Mitarbeiter anerkannt und gebraucht fühlen.

4. Unterstützung anbieten

Neue Prozesse, Aufgaben oder Rollen erfordern oft neue Kompetenzen. Unternehmen sollten deshalb gezielt Schulungen, Coachings oder Weiterbildungsangebote bereitstellen. Das erhöht nicht nur die fachliche Qualifikation, sondern auch das Selbstbewusstsein der Mitarbeiter. Für Führungskräfte empfiehlt sich oft ein spezielles Training, um sie auf kommunikative und organisatorische Herausforderungen vorzubereiten.

5. Teamgeist stärken

Veränderung gelingt am besten im Team. Eine Kultur der gegenseitigen Unterstützung und der offenen Kommunikation ist in Restrukturierungsphasen unverzichtbar. Teambuilding-Maßnahmen und der Einsatz kollaborativer Plattformen können dazu beitragen.

 

Übrigens: Die zeitweise Einbindung eines erfahrenen Chief Restructuring Officers (CRO) kann dabei helfen, die Umsetzung der Maßnahmen zu beschleunigen, eine Notlage abzuwenden und die Geschäftsführung zu entlasten.

Sie haben Fragen zu Restrukturierungen oder benötigen die Unterstützung bei einem konkreten Veränderungsprozess? Wenden Sie sich gern an unseren Experten Simon Leopold.